WLAN: Internet fürs Meer

Categories: Networks
Comments: Comments Off
Published on: Mai 3, 2014

US-Wissenschaftler haben ein Protokoll entwickelt, das eine Kommunikation mit Sensoren im Wasser über das Internet ermöglicht. Es basiert auf dem Open-Source-Betriebssystem Linux.

Unter Wasser gibt ist derzeit noch kein Internet. Gründe sind die schwierige Datenübertragung sowie fehlende Kompatibilität vorhandener Systeme. US-Forscher haben ein Protokoll entwickelt, das eine Kommunikation mit Sensoren im Meer oder in Seen über das Internet ermöglicht.

An Land können Daten per WLAN oder Mobilfunk übertragen werden. Unter Wasser breiten sich Funkwellen jedoch nicht weit aus. Für die Datenübertagung unter Wasser werden deshalb Schallwellen genutzt, die im Wasser eine große Reichweite erzielen. Per Schall werden Daten von Sensoren an eine Boje übertragen, die sie dann in Funksignale umwandelt und übermittelt. So arbeitet etwa das Tsunami-Warnsystem der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA), die US-Wetter- und Ozeanographiebehörde, aber auch andere Systeme nutzen diese Funktionsweise.

Inkompatible Systeme

Das Problem sei aber, dass die Systeme auf unterschiedlichen Infrastrukturen basierten. Das erschwere den Austausch von Daten zwischen diesen Systemen, sagen die Forscher der Universität von Buffalo im US-Bundesstaat New York. Sie wollen das ändern.

Die Wissenschaftler um Tommaso Melodia haben eine Architektur entwickelt, über die sich Daten von Sensoren unter Wasser in Echtzeit auf jedes internetfähige Gerät übertragen lässt. Sie hätten es als Linux-Gerätetreiber für ein kommerzielles Unterwassermodem des Herstellers Teledyne Benthos implementiert, schreiben sie in einem Fachaufsatz.

Die Forscher haben das System getestet: Sie versenkten im benachbarten Eriesee zwei große Sensoren. Mit diesen konnten sie Daten austauschen. Ihre Architektur sei, resümieren sie, mit TCP/IP kompatibel.

Warnung vor Katastrophen

„Ein Funknetz unter Wasser wird uns die bisher nicht dagewesene Fähigkeit verleihen, in unseren Ozeanen Daten in Echtzeit zu sammeln und zu analysieren“, erklärt Projektleiter Melodia. „Wenn solche Daten für jedermann auf dem Smartphone oder auf dem Computer abrufbar sind, kann das Leben retten, vor allem wenn ein Tsunami oder eine andere Katastrophe eintritt.“

Katastrophen seien aber nicht das einzige Anwendungsszenario für ein Unterwasserinternet, sagen die Forscher. Eine solches Netz könnte bei der Suche nach unterseeischen Gas- und Ölvorkommen ebenso eingesetzt werden wie für den Umweltschutz, etwa um die Verschmutzung der Meere im Auge zu behalten.

Fische, Säuger, Drogenschmuggler

Auch Strafverfolger könnten ein Internet im Meer nutzen – etwa bei der Suche nach Drogenschmugglern, die für ihre Aktivitäten gern auch selbst gebaute U-Boote einsetzen. Mit einem Sensornetz unter Wasser könnten solche Aktivitäten unterbunden werden, sagt Melodia. „Wir könnten es sogar dazu einsetzen, um Fische und Meeressäuger zu beobachten, um herauszufinden, wie sie am besten vor Schiffen und anderen Gefahren geschützt werden können.“

Die Forscher wollen ihre Entwicklung auf der International Conference on Underwater Networks & Systems vorstellen. Die Konferenz findet vom 11. bis zum 13. November 2013 in Kaohsiung auf Taiwan statt.chips-1310-102074.html)

 

Original-Artikel:

www.golem.de/news/wlan-internet-fuers-meer-1310-102164.html

Megaupload-Nachfolger – Kim Dotcom schirmt Dienst Mega

Categories: Internet Business
Comments: Comments Off
Published on: April 16, 2014
Mit einer „Armee von IT-Anwälten im Rücken“ eröffnet Kim Schmitz alias Kim Dotcom in Kürze seinen neuen Filesharing-Dienst. Den Vorgänger Megaupload hatten US-Behörden geschlossen. Das wird laut Schmitz nicht wieder vorkommen.
Megaupload-Gründer Kim Dotcom will seine neue Daten-Plattform schwerer angreifbar machen. Der Dienst Mega, der am Sonntag starten soll, werde seinen Nutzern Verschlüsselung „auf militärischem Niveau“ bieten, kündigte Dotcom an. Die neue Daten-Plattform sei legal und rechtlich abgesichert, wofür „eine Armee von IT-Anwälten“ gesorgt habe.

Vor einem Jahr hatten US-Behörden Megaupload massive Urheberrechtsverletzungen vorgeworfen und die Plattform vom Netz genommen. Dotcom – der in Deutschland unter seinem ursprünglichen Namen Kim Schmitz bekanntgeworden war – kam in Neuseeland nach einer Razzia für mehrere Wochen in Untersuchungshaft. Die Entscheidung über seine Auslieferung an die USA zieht sich hin, auch wegen rechtlicher Fehler der neuseeländischen Behörden. (more…)

Glasfasern: Schneller mit Luftfüllung

Categories: Networks
Comments: Comments Off
Published on: April 5, 2013

Die Lichtgeschwindigkeit c von rund 300.000 km/s gilt für elektromagnetische Wellen nur im Vakuum und mit minimalem Fehler in Luft. In anderen Medien[1] laufen Signale deutlich langsamer, etwa in Koaxleitungen und Ethernet-Kabeln typischerweise mit 67% von c oder in Glasfaserkabeln mit 69% von c. Hier setzen Francesco Poletti und Kollegen der Forschungsgruppe Microstructured Optical Fibres[2] der Universität Southhampton an: Im luftgefüllten Kern eines neuen Glasfasertyps erreicht das Signal 99,7% der Vakuumgeschwindigkeit. (more…)

page 1 of 1

Teilen

Welcome , today is Montag, März 1, 2021