Nokia baut Portfolio nach unten aus

Categories: Smartphones
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Published on: Februar 28, 2013

Mit vier neuen Handys der Einsteiger- und Mittelklasse dehnt Nokia das von seiner Oberklasse bekannte bunte Design auf das gesamte Portfolio aus. Auf dem Mobile World Congress in Barcelona stellen die Finnen mit dem Lumia 520 und Lumia 720 zwei neue Smartphones sowie die zwei Einsteigerhandys Nokia 301 und Nokia 105 vor. Das kleine 105 markiert mit einem Preis von umgerechnet 15 Euro den günstigsten Einstieg in die Nokia-Welt. Mit dem 520 erweitert Nokia seine Lumia-Familie um ein weiteres Einsteigergerät und senkt die Preisschwelle für Smartphones.


„Wir bringen eine einheitliche Nokia-Identität in das gesamte Portfolio“, fasst Chefdesigner Marko Ahtisaari den neuen Gestaltungsansatz zusammen. Darüber hinaus löst Nokia seine „Here“ genannte Plattform mit Location-Diensten von seinen Smartphones und bietet sie auch anderen Partnern an. „Nokia wird mutiger“, sagte CEO Stephen Elop am Montagmorgen in Barcelona. Der Hersteller baue sein Geräteportfolio ebenso aus wie wichtige Partnerschaften. Elop betonte, dass sich Windows Phone für den Einsatz in Großunternehmen eigne und dort zunehmend zum Einsatz komme.

Während sich das Lumia 720 mit 379 Euro preislich in der Smartphone-Mittelklasse einordnet, ist das Lumia 520 ein Einsteigergerät und mit 199 Euro eines der günstigsten Windows Phones. Beide Geräte laufen mit Microsofts aktuellem Smartphone-OS Windows Phone 8.

Lumia 520

Das Nokia Lumia 520 hat ein 4-Zoll-Display mit 800 × 480 Bildpunkten, löst also niedriger auf als die meisten Android-Handys in dieser Preisklasse. Es hat einen Speicher von 8 GByte und einen MicroSD-Kartenslot. Der Dual-Core-Prozessor von Qualcomm taktet mit 1 GHz, er dürfte kombiniert mit den 512 MByte RAM für eine flüssige Windows-Phone-Oberfläche ausreichen.

Die 5-Megapixel-Kamera hat einen Autofokus, die Software für die Kamera ist laut Nokia dieselbe wie die im Highend-Gerät Lumia 920. Die Software bietet unter anderem ein Set an Filtern und grundlegende Fotobearbeitung. Ausgeliefert wird das Lumia 520 in gelb, blau, rot, schwarz und weiß. Es soll noch im ersten Quartal in einigen asiatischen Ländern, im zweiten Quartal auch in Europa auf den Markt kommen.

Lumia 720

Das Lumia 720 ist etwas größer: Das 4,3-Zoll-Display löst ebenfalls mit 800 × 480 Bildpunkten auf, ansonsten sind die technischen Spezifikationen dem 520 sehr ähnlich: 512 MByte Arbeitsspeicher, ein Gigahertz-Prozessor von Qualcomm und 8 GByte Flash gehören zur Ausstattung. Auch hat das 720 einen MicroSD-Slot und einen NFC-Slot.

Besonders hob Nokia bei der Präsentation die 6,7-Megapixel-Kamera des 720 hervor. Sie hat Carl-Zeiss-Optik eingebaut und soll dank f1.9-Blende auch in schlechten Lichtverhältnissen gute Fotos machen. Die Frontkamera löst mit 1,3 Megapixeln auf und soll Bilder in HD-Auflösung machen.

Wie das Lumia 920 lässt sich das Lumia 720 drahtlos aufladen – die passende Ladestation sowie eine Autohalterung mit Drahtlos-Lademodul bietet Nokia in seinem Shop an.

Das Lumia 720 beerbt das Lumia 710, das noch mit Windows Phone 7 ausgeliefert wurde und kein Update auf die neueste Version des Betriebssystems bekommt. Auch das 720 wird in fünf Farben erhältlich sein. In Asien kommt das 720 in diesem Quartal auf den Markt, hierzulande soll es im zweiten Quartal erhältlich sein.

Mit den neuen Smartphones stellte Nokia auch kleinere Updates für seine Software vor. So kann man künftig in der Karten-App Here eine Augmented-Reality-Ansicht aktivieren. Außerdem werden die Karten-App (Here Maps), die Navigation (Here Drive) und die Öffi-Info (Here Transit) in Kürze auch im Marketplace für andere Windows Phones verfügbar sein.

Zwei Feature-Phones

Darüber hinaus zeigte Nokia zwei neue Handys mit reduziertem Feature-Phone-Betriebssystem, die mit einem Preis von 15 und 65 Euro (vor Steuern) vor allem Schwellenländer ansprechen sollen: Das Nokia 105 und das Nokia 301.

Das Nokia 301 hat keinen Touchscreen und wird über eine Zifferntastatur bedient. Es kommt in den vier Farben rot, gelb, blau und schwarz, funkt in UMTS-Netzen und wird auch als Dual-SIM-Modell angeboten. Unter anderem wird Exchange unterstützt, aber auch Twitter, Facebook und Whatsapp. Es soll für 65 Euro im zweiten Quartal verfügbar sein.

Das auffallendste Feature des Nokia 105 ist der Preis: Nur 15 Euro soll es kosten. „Das perfekte erste Smartphone“, meint der Hersteller. Auch das Nokia 105 kommt ohne Touchscreen und mit Ziffernblock. Das Display ist winzig. Der Akku soll wochenlang halten, eine Grundausstattung mit Kamera, Spielen und Organizer-Apps hat es auch. Es soll bereits in diesem Quartal auf den Markt kommen, unter anderem auch in Europa.

Von:

http://www.heise.de/


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