Deutscher Städte- und Gemeindebund: Schließung von 50.000 Läden wegen Onlinehandel

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Published on: Januar 23, 2016

Vielen Läden in den städtischen Zentren droht wegen der Zunahme des Onlinehandels die Schließung. Jetzt sollen zur Rettung die Ladenöffnungszeiten angepasst werden.

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund sieht angesichts des Booms des Onlinehandels bis zu 50.000 Läden in Innenstädten in Gefahr. „Leere Schaufenster in unseren Innenstädten führen zu einer Abwärtsspirale, die Zentren verlieren an Attraktivität“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes, Gerd Landsberg, den Ruhr Nachrichten.

Um gegenzusteuern, sollten die Länder den Kommunen bei den Ladenöffnungszeiten einen größeren Entscheidungsspielraum einräumen, forderte Landsberg. Der Einkauf in der Innenstadt müsse zum „Erlebniseinkauf“ werden.

Auch der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland, Stefan Genth, warnte vor einer weiter zurückgehenden Nachfrage in den Innenstädten: „Vor allem kleine und mittelständische Händler geraten immer mehr unter Druck. Bis 2020 könnten in der Folge des Strukturwandels bis zu 50.000 Standorte vom Markt verschwinden“, sagte Genth der Zeitung. Er forderte ebenfalls flexiblere Ladenöffnungszeiten. Der Onlinehandel sei rund um die Uhr geöffnet.

Onlinehandel wächst stark

Der Handelsverband Deutschland (HDE) erwartet einen Umsatz von 86,7 Milliarden Euro im diesjährigen Weihnachtsgeschäft. Im Vorjahresvergleich entspricht das einem nominalen Umsatzplus von zwei Prozent. Der Onlinehandel wird zu diesem Umsatz einen Anteil von rund 11 Milliarden Euro beitragen.

Der stationäre Handel erzielt knapp 19 Prozent, der E-Commerce gut 25 Prozent seines Jahresumsatzes in November und Dezember.

Nach Angaben des HDE vom 24. September 2015 wurde für das Gesamtjahr ein Umsatzwachstum im deutschen Einzelhandel von zwei Prozent erwartet. Damit werden nach HDE-Einschätzung die Einzelhandelsumsätze in diesem Jahr bei 469 Milliarden Euro liegen. Allein im Onlinehandel werden dabei 41,7 Milliarden Euro umgesetzt. Das entspricht im Vorjahresvergleich einem Plus von zwölf Prozent.

 

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Internetkonferenz DLD: Samwer fordert Start-ups zu Börsengängen auf

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Published on: Februar 10, 2015

Rocket-Internet-Chef Oliver Samwer hofft auf eine Signalwirkung des Börsengangs seiner Start-up-Schmiede Rocket Internet für die europäische Online-Wirtschaft. „Das ist gut für Europa. Je mehr Unternehmen an die Börse gehen, umso mehr kann man diesen europäischen Traum haben“, sagte Samwer auf der Internetkonferenz Digital-Life-Design (DLD) in München. „Die wichtigste Erfahrung des Börsengangs war: Es ist machbar.“ Das sollte anderen Unternehmen Mut machen.

Rocket Internet hatte bei dem Börsengang in Frankfurt im Oktober über 1,4 Milliarden Euro eingenommen. Die Aktie war zunächst unter den Ausgabepreis gestürzt, erholte sich inzwischen aber.

Der Marktwert des Unternehmens liegt über 6,5 Milliarden Euro. Rocket Internet entwickelt weltweit junge Unternehmen vor allem im Bereich des Online-Handels.

Die Idee von Samwer und seiner Brüder Marc und Alexander ist, den Gründungsprozess mithilfe einer einheitlichen Plattform aufs Fließband zu stellen. „Die Sache mit den verschiedenen Kulturen in einzelnen Ländern wird überbewertet: E-Commerce funktioniert überall“, sagte Samwer. Aktuell arbeiten rund 50 Firmen unter dem Rocket-Dach. Sie schreiben bisher quer durch die Bank Verluste.

Rocket-Eintritt in USA möglich

Fragen zur künftigen Strategie wich Samwer unter Hinweis auf die Mitteilungspflichten bei einem börsennotierten Unternehmen aus. Einen groß angelegten Markteintritt in den USA schloss er allerdings nicht aus.

 

„Wir greifen nicht an. Wir könnten freundlich Amerika betreten. Nichts ist unmöglich“, sagte er auf die Frage nach Plänen für einen Angriff auf die Konkurrenz in den USA. Bisher sind nur einige wenige Rocket-Start-ups in den USA aktiv.

Zugleich machte Samwer keinen Hehl daraus, dass er seine Start-ups dynamischer als die etablierten Internetkonzerne aus den USA findet. „Bei Google haben Sie eine Cafeteria mit Gratis-Getränken und Sushi – bei uns können Sie Unternehmen aufbauen“, beschrieb er die Perspektive für Neueinsteiger.

Samwer wehrt sich gegen Kopier-Vorwürfe

Im Silicon Valley wird Rocket Internet oft vorgeworfen, Geschäftsideen aus den USA zu kopieren. Samwer kontert, die Herausforderung sei vor allem die Umsetzung einer Idee.

Der 42-jährige Samwer machte bei seinem Auftritt insgesamt seinem Ruf eines aggressiven und ungeduldigen Managers alle Ehre. „Wir sind sehr hungrig“, beschrieb er Rocket Internet. „Es ist egal, wie gut jemand gestern war, wenn der Hospitant heute besser ist.“

Er selbst arbeite so viel wie nötig – und schlafe am liebsten in Flugzeugen, um Zeit zu sparen. Die Börsengänge von Rocket und des Modehändlers Zalando haben die Samwer-Brüder offiziell zu Milliardären gemacht.

 

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Streiks: Warum das Amazon-Modell hier nicht funktioniert

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Published on: Mai 1, 2014
Der Arbeitskampf zwischen dem Onlinehändler Amazon und seinen deutschen Mitarbeitern spitzt sich zu. Die Streiks stellen mittlerweile das Geschäftsmodell der Amerikaner in Deutschland in Frage. Innerhalb eines Monats haben Hunderte Mitarbeiter an zwei der acht Logistikzentren von Amazon in Deutschland vier Mal gestreikt.
 
Die Angestellten im hessischen Bad Hersfeld und im sächsischen Leipzig wollen einen Tarifvertrag, der sich an der Bezahlung im Handel orientiert, und den damit verbundenen Sicherheiten wie Lohnuntergrenzen oder Urlaubsgeld. Am Montag und Dienstag hatten rund 1300 Angestellte ihren Arbeitsplatz verlassen – der längste Streik bisher, wie die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di erklärte.

Amazon weigert sich, mit der Gewerkschaft zu verhandeln. Der Einzelhändler sagt, seine Gehälter seien fair und die Streiks – die ersten in der 15-jährigen Geschichte von Amazon in Deutschland – hätten bisher wenig Einfluss auf die Geschäfte gehabt.

Doch tatsächlich steht in Deutschland einiges auf dem Spiel: Das Unternehmen, das hier rund 9000 Menschen beschäftigt, hat im vergangenen Jahr 8,7 Milliarden von insgesamt 61 Milliarden Dollar zwischen der Nordsee und den Alpen verdient –Deutschland ist der größte Markt des Unternehmens nach den USA.

Der Streik lässt Zweifel aufkommen, ob das Geschäftsmodell von Amazon in Deutschland funktioniert: Der Online-Einzelhändler lebt davon, Dinge billig anzubieten. Doch durch die Macht der Gewerkschaften und das vergleichsweise strenge Arbeitsrecht hat das Unternehmen hier nicht die gleiche Flexibilität wie in den USA.

Dort haben gerade Einzelhändler viel Spielraum bei der Vergütung, dem Einstellen und Kündigen von Mitarbeitern. Amazon wolle seine amerikanischen Gewohnheiten „auf die deutschen Zentren übertragen, und das funktioniert nicht“, sagt Christian Danz, der seit 2002 beim Unternehmen arbeitet und dort Mitglied des Betriebsrates ist.

Dass sich die Unternehmensführung mit Arbeitnehmervertretern in Ausschüssen abstimmt, ist hier üblich – in den USA aber weitgehend unbekannt. Der Betriebsrat hat ein Wort bei Einstellungen und Kündigungen mitzureden, und verhandelt mit der Chefetage über eine Reihe weiterer Themen, wie Arbeitssicherheit und Privatsphäre.

Nicht nur Amazon hat Probleme

Vor Amazon mussten schon einige andere US-Unternehmen die Besonderheiten von Deutschlands Arbeitsmarkt spüren: So etwa der Einzelhändler Wal-Mart. In Amerika verbietet das Unternehmen Beziehungen zwischen Chefs und Mitarbeitern und verlangt von den Angestellten, dass sie lächeln.

Das wollte es auch in Deutschland durchsetzen. Doch die Mitarbeiter wehrten den Versuch ab, und Wal-Mart kam in die Schlagzeilen. Der Konzern gab den deutschen Markt 2006 auf und verkaufte seine Geschäfte an den hiesigen Wettbewerber Metro.

Trotz dieser Besonderheiten ist Deutschland ein attraktiver Ort für amerikanische Unternehmen. Mit 130 Milliarden Euro ist es eines der wichtigsten Investitionsziele der Konzerne, erklärt die US-Handelskammer in Deutschland. Ford, IBM und andere US-Unternehmen beschäftigen hier etwa 800.000 Menschen.

„Deutschland ist ein großer Markt“, sagt Fred Irwin, Ehrenvorsitzender der Handelskammer. „Wenn man es in Deutschland auf die deutsche Art macht, hat man Erfolg. Wenn man es auf die amerikanische Art macht, versagt man.“

Vor Amazon hatten schon andere Internetunternehmen ihre Probleme – vor allem wegen der strengen Datenschutzgesetze. Sowohl Google als auch Facebook haben sich Beschwerden von Bürgerrechtlern und Datenschutzbeauftragten eingehandelt – sie sahen die Privatsphäre der Nutzer bedroht.

Der Streit zwischen Amazon und seinen deutschen Mitarbeitern dreht sich darum, in welche Tarif-Kategorie die Angestellten fallen. Für Einzelhändler gehen die Löhne, die Gewerkschaften und Arbeitgeber ausgehandelt haben, typischerweise bei zwölf Euro pro Stunde los. In diese Kategorie fallen auch sie, sagen die Amazon-Angestellten.

Zweites PR-Debakel in kurzer Zeit

Das Unternehmen hält dagegen, es handele sich um Logistik-Angestellte, die schon am oberen Ende der Tarife für ihre Branche lägen. Amazon zahlt Stundenlöhne ab 9,30 Euro, dazu Boni und nach zwei Jahren Aktien. Das Unternehmen sagt, in den vergangenen fünf Jahren habe das im Schnitt zu einem Aufschlag von acht Prozent auf den Basis-Lohn geführt.

Die Mitarbeiter kündigen derweil an, sie würden weiter streiken, bis Amazon sich auf Verhandlungen einlässt. Die Gewerkschaft vertritt allerdings weniger als ein Drittel der Vertriebsmitarbeiter von Amazon, und nur zwei Zentren haben genug Mitglieder, um streiken zu können.

Amazon erklärt, es sei kein Einfluss der Streiks auf Lieferungen oder Verkaufszahlen zu beobachten. Doch der Ruf als Arbeitgeber hat drunter gelitten. „Ausbeutung“ und „Lohndumping“ gehören zu den Vorwürfen, die Zeitungen und Fernsehsender dem Unternehmen gemacht haben.

Das ist das zweite PR-Problem der Firma in den letzten Monaten. Im Februar musste sie die Zusammenarbeit mit einer Sicherheitsfirma aufkündigen – deren Mitarbeiter sollen Zeitarbeiter eingeschüchtert und belästigt haben.

In einer ARD-Dokumentation war zu sehen, dass einige Wachleute in Neonazi-Kreisen verbreitete Kleidung trugen. „Amazon hat null Toleranz für Diskriminierung und Einschüchterung – und wir erwarten dasselbe von allen Unternehmen, mit denen wir zusammenarbeiten“, sagte eine Sprecherin damals.

Bei den aktuellen Streiks hält Amazon daran fest, dass die Mitarbeiter angemessen entlohnt werden und mitbestimmen können. „Unsere Mitarbeiter verdienen am oberen Ende der Gehaltsskala, verglichen mit anderen Logistikfirmen“, erklärte das Unternehmen in einer Stellungnahme. „In allen Logistikzentren gibt es betriebliche Mitbestimmung – entweder als Betriebsräte oder als Arbeitnehmerausschüsse, mit denen wir eng zusammenarbeiten, um die Interessen der Mitarbeiter zu berücksichtigen. Wir sehen daher keinen Nutzen für Kunden oder Angestellte in der Tarifbindung.“

„Ich streike hier, um einen bessere Arbeitsvertrag zu erhalten, so dass wir sicherer sind und regelmäßige Gehaltserhöhungen bekommen“ sagt dagegen Günter Wydra, der seit 2001 bei Amazon arbeitet. „Denn bisher reicht es nicht.“ WSJ.de

Der Artikel „Das Amazon-Modell funktioniert in Deutschland nicht“ ist zuerst beim „Wall Street Journal“ erschienen.

 
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Studie Hotelportale: Nicht immer transparent und günstig – Testsieger ist ehotel, HRS bietet den besten Service

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Published on: April 18, 2014

Hamburg (ots) – Ob Berlin, Paris oder New York – Hotelportale im Internet bieten weltweit Unterkünfte für jeden Geschmack und jedes Portemonnaie. Dabei bleibt einem der lästige Vergleich einzelner Hotelwebseiten erspart und man findet schnell die passende oder preiswerteste Alternative. Doch wie übersichtlich sind die Portale, und gibt es dort günstige Angebote? Welchen Service können Verbraucher erwarten? Das Deutsche Institut für Service-Qualität untersuchte im Auftrag des Nachrichtensenders n-tv neun bedeutende Hotelportale. (more…)

Internethandel: Amazon verkauft bald auch Salat und Wurst

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Published on: Juni 25, 2013
Der Online-Händler Amazon liefert seit Jahren fast alles, nur keine Lebensmittel. Jetzt prüft der Konzern, seine Logistik zu nutzen und in den Handel mit frischen Lebensmitteln einzusteigen. Von Tina Kaiser

Ein Kühlschrank, das neue Stephen-King-Buch, fünf Eier, Grillwürstchen und ein Eisbergsalat – so oder so ähnlich könnte bald eine Bestellung beim Onlinehändler Amazon aussehen. Der US-Konzern will offenbar ins Lebensmittelgeschäft einsteigen. Das berichtet zumindest die Nachrichtenagentur Reuters und bezieht sich dabei auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Amazon bestätigte den Bericht zunächst nicht. (more…)

Kosmetik online kaufen wird immer beliebter

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Published on: Mai 6, 2013

Wer viel im Netz unterwegs ist, dem ist es sicher schon aufgefallen: Kosmetik online kaufen ist der Shoppingtrend. Der Handel mit Kosmetik im Internet boomt. Längst bieten nicht nur altbekannte Hersteller ihre Produkte online an: Eine Vielzahl von Anbietern verfügen inzwischen über einen Kosmetik Shop.

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